Ding Ding BBQ in Rantum ist ein Konzept, das man auf einer Nordseeinsel nicht erwartet — und das genau deshalb so frisch wirkt. Hier wurde nicht dem Sylt-Klischee gefolgt, sondern eine eigene Sprache gefunden: die Sprache des Rauchs, des Hickoryholzes und der stundenlangen Geduld, die BBQ von amerikanischem Format verlangt. Das Lokal ist entspannt eingerichtet, der Duft nach Rauch bereits von der Straße aus wahrnehmbar — ein gutes Zeichen.
Das Herzstück ist der Smoker, der die Kernstücke der Karte produziert: Ribs, die nach stundenlangem Räuchern vom Knochen gleiten, Pulled Pork mit karamellisierter Kruste und Brisket in saftigen Scheiben. Die selbstgemachten Rubs und Marinaden sind spürbar durchdacht — keine fertige Gewürzmischung aus dem Beutel, sondern hausgemachte Kompositionen, die den Fleischgeschmack verstärken statt zu überdecken. Dazu gibt es klassische Beilagen: Coleslaw, Baked Beans und Cornbread, die das Gesamtbild stimmig abrunden.
Für alle, die nach einem Tag zwischen Strand und Dünen etwas anderes als Fisch suchen, ist Ding Ding BBQ ein echter Geheimtipp. Rantum ist sowieso der entspannteste Zipfel der Insel — dazu passt BBQ-Kultur besser als jedes Fine-Dining-Konzept.